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Die Geschichte des Technoviking – Ein Monumentarfilm

Was machst du, wenn du halb nackt vor einer Kamera in der Mitte der Straße tanzt und sich die Welt Jahre später einen Helden aus diesem Video erschafft? Ist es ein Fluch oder ein Segen, wenn die Menschen beginnen, dein Abbild zu verehren, während andere T-Shirts mit deinem Gesicht verkaufen?

"The Story of Technoviking" ist die filmische Rekonstruktion der Karriere eines erfolgreichen Internet-Mems. Es zeigt die aktuelle Situation auf, in der das Share- & Remix-Verhalten der Nutzer in Konflikt mit mehr als 100 Jahre alten Konzepten und Gesetzen des geistigen Eigentums und der Persönlichkeitsrechte gerät.



Seit Jahren recherchiert und dokumentiert Matthias Fritsch die Geschichte seines Videos "Kneecam No.1" aka Technoviking – von der ursprünglichen künstlerischen Arbeit bis zu einem weltbekannten Mem mit über 80 Millionen dokumentierten Klicks und vielen Tausend Videoantworten auf YouTube.

Für den Künstler bedeutet das Technoviking-Mem nicht nur ein interessantes kulturelles, politisches und künstlerisches Phänomen, sondern auch jahrelange Streitereien vor Gericht. Beides ist Gegenstand des neuen, abendfüllenden Films.

Dank einer Crowdfunding-Kampagne und der Unterstützung von 300 Personen aus 18 Ländern war es möglich, den Film Low-Budget zu produzieren. Im Internet ist der Film in einer gekürzten Version verfügbar. Bei Interesse an der kompletten abendfüllenden Fassung mit mehr Diskurs und rechtlichen Hinweisen nutze bitte das Kontaktformular.

Dieser Film ist kostenlos Bitte unterstütze den Filmemacher!
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Mehr Möglichkeiten zu spenden wie paypal.me, bitcoin, Bankdaten zum Überweisen gibts hier


[Über den Film] Die dokumentarische Aufarbeitung folgt dem Technoviking Phänomen über 15 Jahre vom experimentellen Kunstfilm zum viralen Video, das eine Internet-Community zur Erschaffung einer Kunstfigur, Tausenden von Remixvideos sowie unzähligen anderen Formen der kommerziellen und nicht kommerziellen Reaktionen inspirierte und letztendlich den Produzenten des Ausgangsvideos vor Gericht brachte. Ursprünglich im öffentlichen Raum auf einer politischen Demonstration gefilmt und von vielen Millionen Nutzern geteilt, können die Bilder des Ausgangsclips weder aus dem kollektiven Gedächtnis entfernt, noch von den vielen Servern gelöscht werden, die in der ganzen Welt verstreut liegen. Der Film verbindet mehr als 30 Interviews mit Anwälten, Akademikern, Künstlern und Fans mit einer Vielzahl von Online-Reaktionen auf das Mem. Er zeigt das Dilemma auf, das entsteht, wenn unser Grundrecht auf Meinungsfreiheit in Widerspruch zu unserem Grundrecht auf Schutz der Persönlichkeit gerät.
Und wie kann man einen Film über ein Thema machen, dessen Ursprung gar nicht mehr öffentlich gezeigt werden darf?

[Anmerkung des Regisseurs] Heutzutage hat fast jeder Bürger eine virtuelle Repräsentation in den sozialen Netzwerken wie beispielsweise einen Facebook-Account, wo veröffentlichen, teilen und weiterleiten von audiovisuellem Material zum Grundverhalten gehört. Allein dadurch kommt es permanent zu Verletzungen der Rechte Dritter wegen ungeklärter Urheber- und Persönlichkeitsrechte. Bei der Flut von Inhalten geschieht in der Regel nichts, weil die Mehrheit der Rechtsverletzungen gar nicht erst wahrgenommen wird. Nur ein geringer Prozentsatz landet vor den Gerichten. Außerdem: Ist ein Gerichtssaal wirklich der geeignete Ort, um neue kulturelle Phänomene zu verhandeln, wenn die Gerichte bereits Schwierigkeiten haben, moderne Kunst aus dem letzten Jahrhundert zu verstehen? Wie kann ein sinnvoller im Umgang mit solchen Phänomenen sowohl im Rechtssystem als auch im Verhalten der Bürger möglich sein? In welche Richtung sollte sich unsere digitale Gesellschaft in Zukunft entwickeln? Wieviel Freiheit geben wir neuen Formen von Kunst und Kultur? Wie weit sind wir bereit, den Kontrollverlust über unsere Bilder und Informationen zu akzeptieren?


Dieser Film wurde zensiert

Nachdem der Technoviking-Prozess beendet wurde, musste der Film entsprechend dem Urteil der Richter am Berliner Landgericht zensiert werden.


Die Arbeit am Film wäre nicht möglich ohne die großzügige Unterstützung folgender Personen:

Assoziierter Produzent: Marc Kanzenbach

Spender: Achilleas Kentonis, Akeli Mieland, Aksioma - Institute for Contemporary Art, Alessandro Drescher, Alessandro Ludovico, Alex Kozina, Alexander Bootz, Alexander Lacher, Alexander Lauert, Alexander Schibalsky, Alexandros Salapatas, Almut Ilsen, Anastasia Chrysanthakopoulou, Andreas Hübner, Andreas Huth, Andreas Kotes, Andreas Krüger, Andreas Schuster, Angela de Weijer, Anna Heinzig, Annabel Lange, Annet Dekker, Antonio Gonzales Paucar, Arjon Dunnewind, Armin Mobasseri, Barbara Seelig, Benjamin Meier, Benjamin Zierock, Carmen Billows, Carmen von Schöning, Carsten Stabenow, Carsten Wagner, Carsten Wilhelm, Chris Piallat, Christian Bucher, Christian Claus, Christian Palmizi, Christoph Knoth, Christoph Schwerdtle, Christoph Wermke, Christoph Willems, Chrysovalantou Karga, Claudia Schuster, Claudia Wittmann, Clemens Lerche, Clemens Wistuba, Dale Greer, Daniel Fabry, Daniel Krönke, Daniel Memhardt, Daniel Rakete Siegel, Daphne Dragona, David Schmidt, David Wnendt, Davinder Sandal, Dieter Sellin, Dieter Vandoren, Dina Boswank, Dirk Unger, Dominik Halmer, Dorna Safaian, Ed Marszewski, Eduard Stürmer, Elias Scheideler, Elizabeth Wurst, Elvira Heise, EMAF Festival, Eno Henze, Eugen Wasin, Evgenia Palla, Federico Bassetti, Federico Missio, Fee Plumley, Felix Dittmar, Felix Grünschloß, Felix Herrmann, Felix Vorreiter, Florian Blum, Florian Geierstanger, Frank Botermann, Frank Dietrich (Zechnick Himmelfaart), Franz-Josef Schmitt, Fufu Frauenwahl, Gabriele Voehringer, Geoffroy Ribaillier, Giorgio Giardina, Gordan Savicic, Guillermo Federico Heinze, Günter Kuhns, Hannah Cooke, Hannes Kiesewetter, Heidrun Fritsch, Henning Arnecke, Hermann Noering, Iain Cozens, IMPAKT Festival, Ines Wuttke, Ioannis Arvanitis, Ira Schneider, Isaak Broder, Ivan Shakhov, James Redfern, Jelena Colic, Jens Gerstenecker, Joachim Steinigeweg, Johan Weigel, Johanna Hoetjes, Johannes Fritsch, Johannes Marx, John Butler, John Deamer, Jose Diego Ferreiro, Juergen Eckloff, Julia Jochem, Julius Schall, Karolina Serafin, Katerina Gkoutziouli, Kathleen Rappolt, Katrin Duffke, Kathrin Keller, Kenny Stanger, Kieran Black, Kika Kyriakakou, Kilian Ochs, Klaus Neumann, Lars Thraene, Lea Gscheidel, Leopold Solter, Lucio Basadonne, Magdalena Vollmer, Manuela Putz, Marc Kanzenbach, Marco Melluso, Marco Trotta, Maren Kiessling, Margret Olafsdottir, Maria Konioti, Mark Braun, Markus Wende, Martin Diering, Martin Heinze, Matthew Denton, Matthias Matanovic, Maurits Boettger, Melanie Jilg, Michael M. Dreisbach, Michael Pierce, Miguel Ribeiro, Mischa Kuball, mursu909, Nadin Tettschlag, Nick Cripps, Nicolas Stumpf, Nikos Dimitrakakos, Nils Menrad, Oliver Schmid, Pat Amoesta, Patricia Röder, Patrick Krolzik, Peter Gräser, Philipp Engelhardt, Philipp Hahn, Philipp Scholz, Reimar Servas, Reinhard Bock, René Lamp, Rikard Bremark, Robert Lippok, Robert Utech, Roland Dreger, Ronald The, Ronnie Grob, Rupert Hoffschmidt, Sabine Koziol, Sam Schlatow, Sancto Russell, Sandra Fauconnier, Scott MacFiggen, Sebastian Felzmann, Sebastian Standke, Sigurd Bemme, Siim Leetberg, Simon Ruschmeyer, Sina Dunker, Sonja Möse, Stamatis Schizakis, Stefan Fischer, Stefan Frielingsdorf, Stefan Kilz, Stefan Schubert, Stefano Simone, Stephan Kaempf, Stephan Probst, Stephen Kovats, Susanna Jerger, Ted Sonnenschein, Thomas Kupser, Thomas Mühlberg, Thomas Müller, Thomas Reiner, Tidi Tiedemann, Tillmann Allmer, Tilmann Vogt, Tim Pritlove, Tim Waters, Timo Haubrich, Timo Kaerlein, Timo Steuerwald, Timothy Wenzel, Tobias Kraft, Tobias Wootton, Torsten Landsiedel, Ulf Aminde, Vijay Mirpuri (ACID BUDA), Wolfgang Fritsch, Wolfgang Senges, Wolfgang Ullrich, York Wegerhoff


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