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  Kneecam No.1
  KNEECAM No.1
auch bekannt unter: TECHNOVIKING
Video by Matthias Fritsch
2000, Farbe, Ton, 4 min


  Inhaltsbeschreibung
Echt oder gestellt? Die Kamera als Voyeur in einer ungewöhnlichen Situation und Nähe.

Kneecam ist der erste Teil in einer Serie von Videos über die Rolle der Kamera. Es beschäftigt sich mit der Frage der Inszenierung einer gefilmten Situation.

Teil 2 "Buscam"
Teil 3 "Datacam"
 
Was ist das TECHNOVIKING Video?
Das ursprünglich unter dem Namen Kneecam No.1 veröffentlichte Video wurde im Jahr 2000 von Matthias Fritsch auf der Fuckparade, der Gegenveranstaltung zur Berliner Love Parade produziert. Nachdem es 2006 auf YouTube veröffentlicht wurde, dauerte es noch über ein Jahr, bis das Video 2007 im großen Stil entdeckt, in unterschiedlichen Internetforen besprochen, verlinkt oder einfach als Kopie neu veröffentlicht wurde. Am 28. September 2007 hatte das Video seinen großen Durchbruch auf dem amerikanischen Videoportal Break.com und erhielt innerhalb der ersten 2 Tage über 2 Millionen Klicks.



In den folgenden 6 Monaten wurde das Video unter dem neuen Titel TechnoViking von über 10 Millionen Personen gesehen, die in Folge dessen mehr als 700 Videoreaktionen auf YouTube veröffentlichten. Das Video selber wurde inzwischen vielfach durch Fans auf der ganzen Welt nachinzeniert, die als Kulisse ihre Wohnung, Nachtclubs oder den öffentlichen Raum nutzen.

Nach einem Prozess am Berliner Landgericht 2013 darf das original Video nicht mehr gezeigt werden.

  Die Hintergrundmusik
Im Internet gibt es hunderte von Technoviking-Videos mit allen möglichen Musikrichtungen, aber ursprünglich spielte der DJ im Hintergrund zwei Technotracks, die nach jahrelanger Suche durch Fans identifiziert werden konnten:

Track 1:
Artist: Can-D-Music
Album/Track: Navigator
Label: Low Spirit Recordings 1999



Track 2:
Artist: Winstan vs. Noia
Track: Save Changes And Exit
Album: Auto Detect EP
Label: 4sale Recordings
Genre: Electronic
Style: Techno
Year: 2001
 


 
TECHNOVIKING ARCHIV
Matthias Fritsch recherchierte und archivierte die Internet--Karriere des Videos von seiner Produktion bis zum Kultvideo und hält darüber Vorträge mit einer Auswahl der unterhaltsamsten Video-Reaktionen. Er zieht Schlußfolgerungen auf zeitgenössische Ansätze zur Produktion und Distribution von Inhalten in usergenerierten Netzwerken und illustriert seinen Ansatz zum daraus hervorgegangenen Arbeit am Projekt Music from the Masses.
technoviking archive at wahlheimat
Ausstellungsansicht Technoviking-Archiv, Nancyhalle, Karlsruhe, 2009
Grundriss von Matthias Fritsch und Annabel Lange, Umsetzung & Gestaltung durch Oliver Boeg / Team Wahlheimat